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bKV für Arbeitnehmer: Vorteile, Nachteile und was bei Kündigung gilt

Sobald eine bKV angekündigt ist, fragen Beschäftigte nach dem Haken: Was bringt sie, was muss ich versteuern, was passiert bei Kündigung oder Elternzeit, und sieht die Firma meine Arztrechnungen? Hier stehen die Antworten, direkt für Beschäftigte und als Vorlage für HR.

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LESEZEIT
Stand 21. Oktober 2026
KURZ ERKLÄRT

Für Arbeitnehmer bietet eine arbeitgeberfinanzierte bKV zusätzlichen Gesundheitsschutz ohne Gesundheitsprüfung und meist ohne Wartezeiten; Leistungen rechnen Beschäftigte direkt mit dem Versicherer ab, Gesundheitsdaten gehen nach Angaben von Versicherern wie Debeka nicht an den Arbeitgeber. Die Nachteile: Der Schutz ist an das Arbeitsverhältnis gebunden, den Tarif wählt der Arbeitgeber, und nach dem Austritt lässt er sich meist nur innerhalb von zwei Monaten auf eigene Kosten fortführen, als tarifliches Recht, nicht als gesetzlicher Anspruch. Steuerfrei bleibt der Beitrag nur, solange er zusammen mit allen anderen Sachbezügen die Freigrenze von 50 Euro im Monat nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG nicht übersteigt.

Was die bKV für Beschäftigte ist

Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eine private Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für seine Beschäftigten abschließt und bezahlt. Sie ergänzt die gesetzliche oder private Krankenversicherung um Leistungen wie Zahnreinigung, Sehhilfen oder Heilpraktiker. Bei Budgettarifen erstattet der Versicherer Rechnungen bis zu einem jährlichen Gesundheitsbudget. Wie solche Tarife aufgebaut sind, erklärt der Ratgeber zu Budgettarifen in der bKV.

Für dich als Beschäftigten heißt das: Du bist versicherte Person mit eigenem Leistungsanspruch, aber nicht Vertragspartner. Die Debeka beschreibt es so, dass der Vertrag zwischen Arbeitgeber und Versicherer geschlossen wird und die Beiträge ausschließlich dem Arbeitgeber in Rechnung gestellt werden. Daraus folgen fast alle Vorteile und Nachteile auf dieser Seite.

Welche Vorteile hat die bKV für Arbeitnehmer?

Der größte Vorteil ist der Zugang: Weil ganze Belegschaften versichert werden, können Versicherer laut PKV-Verband auf eine Gesundheitsprüfung verzichten. Bei vielen Tarifen sind auch Vorerkrankungen mitversichert; die DKV nennt ausdrücklich laufende Behandlungen und fehlende Zähne, die Hallesche schreibt „Keine Ausschlüsse“.

Den Beitrag zahlt der Arbeitgeber. Bleibt er innerhalb der Sachbezugsfreigrenze, bekommst du den Schutz ohne Abzug vom Netto.

Vorteile der bKV aus Sicht der Beschäftigten
VorteilWas das konkret bedeutetBeleg
Keine GesundheitsprüfungAufnahme ohne Gesundheitsfragen, Vorerkrankungen bei vielen Tarifen mitversichertPKV-Verband; Debeka, Allianz, DKV
Meist keine WartezeitenLeistungen ab Versicherungsbeginn, z. B. bei Allianz, Debeka, DKVVersichererangaben
Beitrag zahlt der ArbeitgeberBis zur 50-Euro-Freigrenze steuer- und beitragsfrei, Leistungen selbst nicht zu versteuern§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG; DKV
Angehörige versicherbarHäufig möglich, meist gegen eigenen Beitrag, teils ohne GesundheitsprüfungPKV-Verband; Signal Iduna, SDK, Allianz
Abrechnung direkt mit dem VersichererRechnungen gehen per App oder Post an den Versicherer, nicht über die PersonalabteilungSDK, Debeka
Fortführung nach AustrittBei vielen Anbietern ohne neue Gesundheitsprüfung möglich, dann auf eigene KostenSignal Iduna, Debeka, DKV, Barmenia

Die Merkmale gelten je Tarif. Maßgeblich sind die Bedingungen des Vertrags, den dein Arbeitgeber abgeschlossen hat.

Du willst wissen, was eine bKV für dein Team konkret bedeutet? Wir rechnen es mit dir durch.

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Welche Nachteile hat die betriebliche Krankenversicherung für Arbeitnehmer?

Die bKV hat echte Grenzen. Keine davon macht sie wertlos, aber jede gehört in eine ehrliche Information an die Belegschaft.

  • Budgetgrenze: Erstattet wird höchstens das vereinbarte Jahresbudget, typisch sind Stufen zwischen 300 und 1.500 Euro. Die Debeka schreibt dazu, dass der Arbeitgeber das Budget festlegt. Für eine größere Zahnersatzrechnung reicht ein kleines Budget nicht.
  • Teilgrenzen: Innerhalb des Budgets begrenzen manche Tarife einzelne Leistungen. Die Hallesche nennt im Tarif FEELfree zum Beispiel bis 180 Euro für Brillen, Kontaktlinsen und Augenlaserbehandlungen, die Allianz verzichtet in MeineGesundheit dagegen auf solche Obergrenzen.
  • Budget je Kalenderjahr: Das Budget gilt jährlich. Ob nicht genutzte Beträge verfallen oder sich das Budget erhöht, regelt der Tarif. Die Allianz verdoppelt das Budget nach einem leistungsfreien Jahr, die Hallesche erhöht es in FEELfree:up bei voller Nutzung.
  • Nur so lange du im Betrieb bist: Der Schutz hängt am Arbeitsverhältnis und am Gruppenvertrag. Kündigt der Arbeitgeber den Gruppenvertrag, endet er ebenfalls; bei der Debeka ist das mit drei Monaten Frist zum Jahresende möglich.
  • Fortführung nur zu Einzelbeiträgen: Weiterversichern kannst du dich meist, zahlst dann aber selbst und nach den Bedingungen der Einzelversicherung.
  • Versteuerung über 50 Euro: Liegt der Beitrag zusammen mit anderen Sachbezügen über 50 Euro im Monat, wird der gesamte Betrag steuer- und beitragspflichtig, sofern der Arbeitgeber nicht pauschal versteuert.
  • Kein Einfluss auf die Tarifwahl: Anbieter, Tarif und Budgetstufe legt der Arbeitgeber fest. Den Gruppenvertrag kannst du als versicherte Person nicht selbst kündigen.
  • Angehörige meist auf eigene Kosten: Der Arbeitgeber zahlt für dich, Partner und Kinder versicherst du in der Regel mit eigenem Beitrag, teils mit Gesundheitsprüfung.

Muss ich die bKV versteuern?

Die bKV ist Arbeitslohn, ein sogenannter geldwerter Vorteil. Sie ist aber Sachlohn, wenn du vom Arbeitgeber nur Versicherungsschutz und kein Geld verlangen kannst (BFH, Urteil vom 07.06.2018, VI R 13/16; BMF-Schreiben vom 15.03.2022, Rn. 6). Als Sachbezug fällt sie unter die Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG: Sachbezüge bleiben steuerfrei, wenn sie insgesamt 50 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen. Über § 3 Abs. 1 SvEV gilt die Grenze auch für die Sozialversicherung.

Wichtig für dich: Die 50 Euro sind eine gemeinsame Grenze für alle Sachbezüge, also bKV plus Gutscheinkarte plus andere Sachleistungen. Und es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Bei 50,01 Euro ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Cent darüber. Auf deiner Gehaltsabrechnung erscheint der Beitrag dann als geldwerter Vorteil und mindert dein Netto über Lohnsteuer und Sozialabgaben.

Dein Arbeitgeber kann den Betrag über der Grenze stattdessen pauschal mit 30 Prozent nach § 37b Abs. 2 EStG versteuern. Die Steuer trägt dann er, sozialversicherungspflichtig bleibt der Betrag laut SvEV trotzdem. Zahlt der Arbeitgeber dir dagegen nur einen Geldzuschuss, damit du selbst eine Versicherung abschließt, ist das Barlohn ohne Freigrenze (BFH, Urteil vom 04.07.2018, VI R 16/17). Details für die Lohnbuchhaltung: bKV und Steuer.

So wird der bKV-Beitrag bei dir behandelt
FallLohnsteuer bei dirSozialversicherung
Sachbezug, alle Sachbezüge zusammen bis 50 Euro im Monatfreifrei
Sachbezug über 50 Euro, normal versteuertganzer Betrag steuerpflichtigganzer Betrag beitragspflichtig
Sachbezug über 50 Euro, Arbeitgeber pauschaliert nach § 37b EStGaußer Ansatz, Arbeitgeber zahlt 30 Prozentbeitragspflichtig
Geldzuschuss, du schließt selbst absteuerpflichtig, keine Freigrenzebeitragspflichtig

Vereinfachte Übersicht nach § 8 EStG, § 37b EStG, SvEV und BMF-Schreiben vom 15.03.2022.

Diese Übersicht ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall. Wie dein Arbeitgeber die bKV abrechnet, steht auf deiner Gehaltsabrechnung oder erfährst du von der Lohnbuchhaltung.

Was passiert mit der bKV nach Kündigung oder Arbeitgeberwechsel?

Endet dein Arbeitsverhältnis, ob durch Kündigung oder Ruhestand, meldet dich der Arbeitgeber beim Versicherer ab, und der Gruppenschutz endet. Das Fortführungsrecht ist kein allgemeiner gesetzlicher Anspruch, sondern ergibt sich aus den Bedingungen des Versicherers. Viele räumen es ein: meist mit Antrag innerhalb von zwei Monaten, ohne neue Gesundheitsprüfung, dann mit eigenem Beitrag nach dem Einzeltarif. Der PKV-Verband nennt genau diese Fortführungsbedingungen den entscheidenden Prüfpunkt für Arbeitnehmer, ob beim Arbeitgeberwechsel, beim Renteneintritt oder wenn der Arbeitgeber den Rahmenvertrag kündigt.

Beim Wechsel zu einem Arbeitgeber, der selbst eine bKV hat, kann es Einschränkungen geben: Signal Iduna erlaubt die Weiterversicherung nur, wenn der neue Arbeitgeber keine bKV in den gleichen Leistungsbereichen anbietet. Kündigt dein Arbeitgeber den Gruppenvertrag insgesamt, sehen etwa die DKV und die Barmenia ebenfalls eine Fortführung vor; die DKV informiert die Versicherten dann selbst darüber.

  1. Vor dem letzten Arbeitstag: Unterlagen oder App des Versicherers prüfen, ob und zu welchem Beitrag eine Fortführung angeboten wird.
  2. Offene Rechnungen aus der Zeit der Versicherung zügig einreichen.
  3. Das Fortführungsangebot innerhalb der Frist annehmen oder bewusst ablehnen. Die Frist steht in den Unterlagen des Versicherers, bei vielen Anbietern sind es zwei Monate.
  4. Beim neuen Arbeitgeber fragen, ob dort eine bKV besteht, und Leistungen vergleichen, bevor du privat weiterzahlst.
Fortführung nach dem Ausscheiden, laut Versicherer (Abruf 21.10.2026)
VersichererFortführungFrist und Gesundheitsprüfung
Signal Idunamit eigenen Beiträgen2 Monate, ohne Gesundheitsprüfung
Debekagleichartiger Schutz, auch bei Rente oder Arbeitgeberwechsel2 Monate, ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten
DKVzu den Bedingungen der Einzelversicherung, auch bei Rente oder Arbeitgeberwechselohne Gesundheitsprüfung, Frist auf der Produktseite nicht genannt
Barmenia (BesserGesund Budget)auf eigene Rechnung (AVB § 15)2 Monate
SDKWeiterführungsangebot zu Normalbeiträgen2 Monate, ohne erneute Gesundheitsprüfung
Allianzauf eigene Kosten privatauf der Produktseite nicht genannt
ottonova (CrewCare)derzeit nicht möglich („Im Moment noch nicht“)entfällt

Nur veröffentlichte Angaben. Verbindlich sind die Bedingungen des konkreten Gruppenvertrags.

Elternzeit, Krankengeld und Rente: bleibt der Schutz?

In Zeiten ohne Gehalt, etwa während der Elternzeit oder bei Krankengeldbezug, regelt der Tarif, was passiert. Viele bKV-Tarife enthalten eine Beitragsfreistellung: Die DKV verlangt für Elternzeit während der Elterngeldzahlung bis zu 14 Monate keinen Beitrag, die Allianz rechnet die Beitragsbefreiung in entgeltfreien Zeiten in ihre Beiträge ein. Bei der Hallesche läuft über den sogenannten bKV-AIRbag der Beitrag weiter, sodass der Schutz lückenlos bleibt. Laut Debeka zahlt der Arbeitgeber auch in entgeltfreien Zeiten weiter, der volle Schutz bleibt.

Bei der SDK kann der Arbeitgeber dich für die Elternzeit dagegen abmelden, sofern er den Beitragsfreistellungstarif nicht mitversichert hat. Du kannst dann zu Firmenkonditionen auf eigene Kosten fortführen und wirst danach ohne Gesundheitsprüfung wieder aufgenommen. Bei HanseMerkur ist die Beitragsfreistellung gegen Zuschlag eingeschlossen. Frag vor der Elternzeit bei HR nach, welche Regel in eurem Vertrag gilt.

Beim Eintritt in die Rente endet die bKV wie bei jedem Ausscheiden. Allianz, DKV, Debeka und R+V nennen den Renteneintritt ausdrücklich als Fall, in dem du auf eigene Kosten weiterversichert bleiben kannst.

Sieht der Arbeitgeber meine Gesundheitsdaten?

Nach den Angaben der Versicherer nein. Die Debeka schreibt: „Gesundheitsdaten geben wir selbstverständlich nicht an Ihren Arbeitgeber weiter.“ Die SDK wickelt Leistungen nach eigener Aussage aus Datenschutzgründen ausschließlich zwischen Versicherten und Versicherer ab. Vom Arbeitgeber bekommt der Versicherer bei der Anmeldung nur Stammdaten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift. Beschäftigte privater Krankenversicherer unterliegen außerdem der strafbewehrten Schweigepflicht nach § 203 Abs. 1 Nr. 7 StGB.

Der Arbeitgeber weiß, wer angemeldet ist, welcher Tarif gilt und was er kostet, außerdem Ein- und Austritte und entgeltfreie Zeiten, weil er diese selbst meldet. Diagnosen und Rechnungen gehören nicht dazu. Schick Arztrechnungen deshalb nie an die Personalabteilung, sondern direkt an den Versicherer.

Für HR: Antworten, die deine Belegschaft hören will

Die Fragen dieser Seite kommen bei jeder Einführung. Beantworte sie mit den Angaben aus eurem Vertrag, nicht mit Werbeaussagen. Fünf Antworten solltest du schriftlich parat haben:

Wie du die Information aufbaust und wer welche Fragen beantwortet, zeigt der Leitfaden Mitarbeiter über die bKV informieren. Ob sich die bKV aus Arbeitgebersicht lohnt, bewertet der Ratgeber Ist eine bKV sinnvoll?. Tarife mit guter Fortführungsregel und Beitragsfreistellung findest du im bKV-Vergleich oder über eine unverbindliche Anfrage.

  • Tarif, Budgetstufe und Leistungsbereiche, inklusive Teilgrenzen, mit Link zu den Unterlagen.
  • Steuer: ob der Beitrag in eurem Fall unter der 50-Euro-Freigrenze bleibt oder pauschal versteuert wird.
  • Austritt: Fortführungsrecht, Frist und wer das Angebot verschickt.
  • Elternzeit und Krankengeld: läuft der Schutz weiter, und wer zahlt.
  • Datenschutz: Rechnungen gehen direkt an den Versicherer, HR sieht keine Diagnosen.

Häufige Fragen

Welche Nachteile hat die betriebliche Krankenversicherung für Arbeitnehmer?

Die wichtigsten Nachteile sind die Bindung an das Arbeitsverhältnis, die Budget- und Teilgrenzen und dass der Arbeitgeber den Tarif auswählt. Über 50 Euro Sachbezüge im Monat wird der Beitrag steuer- und beitragspflichtig, außer der Arbeitgeber pauschaliert. Nach dem Austritt zahlst du eine Fortführung selbst.

Welche Vorteile hat die bKV für Arbeitnehmer?

Du bekommst zusätzlichen Gesundheitsschutz ohne Gesundheitsprüfung, bei vielen Tarifen ohne Wartezeiten und mit mitversicherten Vorerkrankungen. Den Beitrag zahlt der Arbeitgeber, die Erstattungen musst du nicht versteuern.

Was passiert mit der bKV nach einer Kündigung?

Mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses endet der Gruppenschutz. Viele Versicherer wie Signal Iduna, Debeka oder SDK bieten eine Fortführung an, wenn du sie innerhalb von zwei Monaten beantragst, ohne neue Gesundheitsprüfung, aber mit eigenem Beitrag. Das ist ein Recht aus den Tarifbedingungen, kein allgemeiner gesetzlicher Anspruch, und manche Anbieter wie ottonova bieten derzeit keine Fortführung an.

Muss ich als Arbeitnehmer die bKV versteuern?

Nicht, solange der Beitrag zusammen mit deinen anderen Sachbezügen höchstens 50 Euro im Monat beträgt (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Darüber wird der gesamte Betrag als geldwerter Vorteil versteuert und verbeitragt, es sei denn, der Arbeitgeber übernimmt die Pauschalsteuer von 30 Prozent nach § 37b EStG. Das ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall.

Muss ich Leistungen aus der bKV versteuern?

Nein. Laut DKV musst du erstattete Leistungen nicht versteuern. Steuerlich relevant ist nur der Beitrag, den der Arbeitgeber zahlt.

Kann ich die bKV selbst kündigen oder den Tarif wählen?

Den Gruppenvertrag schließt der Arbeitgeber, deshalb kannst du ihn nicht selbst kündigen, wie etwa die Debeka erklärt. Auch Anbieter, Tarif und Budgethöhe legt er fest. Selbst entscheidest du über Angehörige und über eine Fortführung nach dem Austritt.

Was passiert mit der bKV in der Elternzeit?

Das regelt der Tarif. Oft ist eine Beitragsfreistellung eingeschlossen, die DKV befreit etwa bis zu 14 Monate Elternzeit mit Elterngeld vom Beitrag. Bei der SDK kann der Arbeitgeber dich abmelden, du führst dann auf eigene Kosten fort und wirst danach ohne Gesundheitsprüfung wieder aufgenommen.

Erfährt mein Arbeitgeber, welche Leistungen ich nutze?

Nach Angaben der Versicherer nicht. Die Debeka gibt Gesundheitsdaten nicht an den Arbeitgeber weiter, die SDK wickelt Leistungen ausschließlich mit den Versicherten ab, und Beschäftigte von Krankenversicherern unterliegen der Schweigepflicht nach § 203 StGB. Der Arbeitgeber kennt Anmeldung, Tarif und Beitrag.

Kann ich meine Familie über die bKV versichern?

Häufig ja, das bestätigt der PKV-Verband. Den Beitrag für Angehörige zahlst du in der Regel selbst, einzelne Tarife verlangen dafür eine Gesundheitsprüfung, die Allianz etwa innerhalb von 12 Monaten nicht.

Quellen & Einordnung

Redaktioneller Stand: 21. Oktober 2026. Die Hinweise unterstützen deine Planung und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall. Maßgeblich für Leistungen und Aufnahme sind das individuelle Angebot und die zugehörigen Bedingungen.

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