Eine bKV führst du ein, indem du als Arbeitgeber einen Gruppenvertrag bei einem privaten Krankenversicherer abschließt und die Beiträge für einen festgelegten Personenkreis zahlst. Die Mindestgröße legt der Versicherer fest: Signal Iduna nennt drei Beschäftigte, Allianz, AXA, Barmenia und HanseMerkur fünf, Hallesche, Continentale und das DKV-Budget zehn. In der arbeitgeberfinanzierten bKV verzichten die Versicherer in der Regel auf eine Gesundheitsprüfung. Damit der Beitrag als Sachbezug in die 50-Euro-Freigrenze fallen kann, dürfen Beschäftigte nur Versicherungsschutz und kein Geld verlangen können (BFH, Urteil vom 07.06.2018, VI R 13/16).
Voraussetzungen: Ab wie vielen Mitarbeitern ist eine bKV möglich?
Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eine private Zusatzversicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für seine Beschäftigten abschließt. Ein Gesetz schreibt keine Mindestgröße vor, die Grenze setzt jeder Versicherer selbst. Die Spanne bei den Budgettarifen reicht von drei bis zehn Beschäftigten, und bei einigen Anbietern hängt sie zusätzlich von der gewählten Budgetstufe ab.
Auch kleine Unternehmen kommen also in Frage. Mit drei bis vier Beschäftigten ist die Auswahl allerdings klein, ab fünf öffnet sich der größere Teil des Marktes, ab zehn stehen alle hier aufgeführten Budgettarife offen. Die Gothaer MediGroup FlexSelect ist seit 01.03.2026 für Neugeschäft geschlossen; die Budgettarife der Barmenia bleiben laut BarmeniaGothaer verkaufsoffen.
| Versicherer und Tarif | Mindestgröße | Besonderheit |
|---|---|---|
| Signal Iduna, GesundAKTIV+ / AGIL+ / VITAL+ | ab 3 Beschäftigten | Bausteine KlinikPrivat+ und ZahnPerfekt+ erst ab 20 |
| Württembergische, StartBudget300 / Budget300 bis 1200 | ab 3 Beschäftigten | Angabe aus Pressemitteilung vom 14.06.2023 |
| Allianz, MeineGesundheit | ab 5 Beschäftigten | seit 01.04.2025 ab fünf versicherten Personen |
| AXA, FlexMed easy Premium | ab 5 Beschäftigten | bei 5 bis 9 erst ab Budget 600 Euro |
| Barmenia, BesserGesund Budget | ab 5 versicherungsfähigen Beschäftigten | Budgetstufe 300 Euro erst ab 10 Personen |
| HanseMerkur, BKB / BKBT | ab 5 Personen | gilt für alle bKV-Tarife des Versicherers |
| R+V, GesundheitsKonzept PROFIL | ab 5 Beschäftigten | ohne Gesundheitsprüfung laut Produktseite ab 10 |
| Hallesche, FEELfree / FEELfree:up | ab 10 Beschäftigten | keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten |
| DKV, BonusMed Budget | ab 10 Beschäftigten | für 5 bis 9 nur Kompakt-Bausteine |
| Continentale, ConCEPT Choose | ab 10 Beschäftigten | Angehörige optional, eigenfinanziert |
Angaben der Versicherer, abgerufen am 21.10.2026. Keine vollständige Marktübersicht; maßgeblich sind Angebot und Bedingungen.
Finanzierung und Gesundheitsprüfung: Was arbeitgeberfinanziert bedeutet.
Bei der arbeitgeberfinanzierten bKV zahlt das Unternehmen den gesamten Beitrag direkt an den Versicherer. Das ist der Normalfall: Der PKV-Verband zählt rund 60.000 Unternehmen, die Ende 2025 eine vollständig arbeitgeberfinanzierte bKV angeboten haben, und nur diese Variante geht in seine Statistik ein. Nach einer Civey-Umfrage im Auftrag des Verbands vom Januar 2026 würden 68,3 Prozent der Beschäftigten eine bKV vom Arbeitgeber begrüßen.
Weil ganze Belegschaften versichert werden, verzichten die Versicherer in der arbeitgeberfinanzierten bKV in der Regel auf eine Gesundheitsprüfung und auf Wartezeiten. Allianz, Barmenia, Hallesche, Signal Iduna und DKV schreiben das ausdrücklich. Der Verzicht hat aber Bedingungen: Die SDK nennt einen einheitlichen Versicherungsumfang, einen einheitlichen Versicherungsbeginn und eine Mindestanzahl an Absicherungen. Wer nur einzelne Personen versichern will, verliert diesen Vorteil.
Eine bKV per Gehaltsumwandlung ist steuerlich nicht abgesichert, die Sozialversicherungsträger sehen dann regelmäßig keine Zusätzlichkeit. Plane die Finanzierung deshalb zusätzlich zum Gehalt; mehr dazu im Abschnitt zur Steuer weiter unten.
Du willst wissen, was eine bKV für dein Team konkret bedeutet? Wir rechnen es mit dir durch.
Anfrage vorbereitenbKV einführen in 7 Schritten: Ablauf und realistischer Zeitplan.
Die Reihenfolge folgt dem, was Versicherer selbst als Ablauf beschreiben: Bedarf und Unternehmensdaten klären, Beginn, Tarif und Gruppen festlegen, Vertrag schließen, Belegschaft informieren und anmelden, Regelung dokumentieren. Die steuerliche Gestaltung gehört vor den Vertrag, nicht danach.
- Ziel und Budget festlegen: Die Geschäftsführung entscheidet, welchen monatlichen Beitrag je Person das Unternehmen dauerhaft tragen will und ob die bKV andere Benefits ergänzt oder ersetzt.
- Personenkreis bestimmen: Wer gehört dazu, ab wann, und erreicht die Gruppe die Mindestgröße der infrage kommenden Versicherer?
- Angebote einholen: Allen Versicherern dieselben Daten geben, also Anzahl der Personen, Branche, gewünschte Budgetstufe und Beginn. Mehrere Angebote erst dann vergleichen, wenn sie auf derselben Basis stehen.
- Tarif wählen und Steuer klären: Leistungen, Grenzen und Beitragszusage prüfen, die Zusage als Sachbezug formulieren und mit Steuerberatung und Lohnbuchhaltung abstimmen.
- Gruppenvertrag abschließen und Regelung dokumentieren: Vertrag unterschreiben, Versorgungsordnung oder Betriebsvereinbarung schreiben, einen vorhandenen Betriebsrat einbinden.
- Belegschaft informieren und anmelden: Leistungen, Beginn und Ansprechpartner erklären, dann die Meldeliste mit den Stammdaten an den Versicherer geben.
- Starten und nachsteuern: Erste Beitragsrechnung gegen die Anmeldungen prüfen, Ein- und Austritte laufend melden, Fragen sammeln.
| Schritt | Woche | Wer entscheidet oder liefert |
|---|---|---|
| 1. Ziel und Budget | 1 | Geschäftsführung |
| 2. Personenkreis | 1 bis 2 | Geschäftsführung, HR |
| 3. Angebote einholen | 2 bis 5 | HR, Makler, Versicherer |
| 4. Tarif und Steuer | 5 bis 7 | Geschäftsführung, Lohnbuchhaltung, Steuerberatung |
| 5. Vertrag und Versorgungsordnung | 7 bis 9 | Geschäftsführung, Versicherer, ggf. Betriebsrat |
| 6. Information und Anmeldung | 9 bis 11 | HR, Versicherer |
| 7. Versicherungsbeginn und erste Abrechnung | ab 12 | HR, Lohnbuchhaltung |
Planungsannahme für einen Betrieb mit einem Standort, keine Zusage und keine Angabe der Versicherer. Verhandlungen mit einem Betriebsrat, mehrere Gesellschaften oder Urlaubszeiten verlängern den Ablauf; einen Versicherungsbeginn legt erst der Vertrag fest.
Personenkreis festlegen: Was du als Arbeitgeber regeln musst.
Der Personenkreis ist deine Entscheidung, die Grenzen setzen Arbeitsrecht und Tarif. Am einfachsten ist „alle Beschäftigten“: Das erfüllt die Bedingungen der Versicherer für den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung am sichersten und vermeidet Streit über Gleichbehandlung. Wer Gruppen bildet, etwa nach Standort oder Funktion, braucht dafür einen sachlichen Grund und sollte ihn schriftlich festhalten. Die Gruppenbildung ist ein fester Punkt in den Gesprächen mit dem Versicherer.
Für Teilzeit gilt eine klare Grenze: Teilzeitbeschäftigte dürfen nach § 4 Abs. 1 TzBfG wegen der Teilzeit nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare Vollzeitbeschäftigte, es sei denn, sachliche Gründe rechtfertigen das. Dasselbe gilt nach § 4 Abs. 2 TzBfG für befristet Beschäftigte. Ein pauschaler Ausschluss von Teilzeit oder Befristung ist deshalb riskant.
- Probezeit und Neueintritte: Lege fest, ob neue Beschäftigte ab dem ersten Tag oder nach einer Frist aufgenommen werden. Die SDK etwa nimmt neue Beschäftigte innerhalb von zwei Monaten nach Festanstellung zu den aktuellen Bedingungen auf; prüfe im Angebot, welche Frist dein Tarif vorsieht.
- Teilzeit, Minijob und Befristung: grundsätzlich einbeziehen; Ausnahmen nur mit sachlichem Grund und nach arbeitsrechtlicher Prüfung.
- Auszubildende und Werkstudenten: ausdrücklich regeln, ob sie dazugehören, damit HR bei jedem Eintritt gleich entscheidet.
- Ruhende Arbeitsverhältnisse: Elternzeit, längere Krankheit und unbezahlter Urlaub. Mehrere Versicherer bieten Beitragsbefreiung in entgeltfreien Zeiten; bei der SDK ist in der Elternzeit eine Abmeldung möglich, die Wiederaufnahme danach ohne Gesundheitsprüfung.
- Angehörige: Entscheide, ob du die Option öffnest. Die Beiträge zahlen meist die Beschäftigten selbst (etwa bei Signal Iduna und SDK), Fristen und Gesundheitsprüfung regelt der Tarif. Die Allianz nimmt Angehörige innerhalb von 12 Monaten ohne Gesundheitsprüfung auf, ottonova bietet die Mitversicherung noch nicht an.
Budget und Tarif wählen: Beitrag, Budgetstufe und Bausteine.
Bei einem Budgettarif wählst du eine Budgetstufe, meist zwischen 300 und 1.500 Euro je Person und Jahr. Beschäftigte setzen dieses Budget für die im Tarif genannten Leistungen ein, etwa Zahnreinigung, Brille oder Heilpraktiker. Beitrag und Budget sind verschiedene Größen: Der Beitrag ist dein monatlicher Aufwand, das Budget die Obergrenze der Erstattungen. Wie die Tarife aufgebaut sind, erklärt der Ratgeber Budgettarife.
Für die Wahl der Stufe sind drei Fragen entscheidend. Passt der Beitrag zusammen mit anderen Sachbezügen dauerhaft unter die 50-Euro-Freigrenze? Ist die Stufe bei deiner Gruppengröße überhaupt buchbar? Und gibt der Versicherer eine Beitragszusage, die über das erste Jahr hinausreicht? Veröffentlichte Beiträge je Versicherer findest du unter bKV-Kosten für Arbeitgeber, die Tarife nebeneinander im bKV-Vergleich. Einzelne Anbieter ordnen die Seiten zur Allianz bKV und zur Hallesche bKV ein.
Steuer und Lohnabrechnung richtig aufsetzen.
Die bKV ist nur dann ein Sachbezug, wenn Beschäftigte nach dem Arbeitsvertrag ausschließlich Versicherungsschutz und keine Geldzahlung verlangen können (BFH, Urteil vom 07.06.2018, VI R 13/16). Im entschiedenen Fall schloss der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer Gruppenverträge ab. Zahlst du dagegen einen Zuschuss, mit dem Beschäftigte selbst einen Vertrag abschließen, ist das Barlohn, auch wenn du den Versicherer vorgibst (BFH, Urteil vom 04.07.2018, VI R 16/17). Das BMF-Schreiben vom 15.03.2022 übernimmt beide Grundsätze (Rn. 6 und 18).
Als Sachbezug bleibt der Beitrag nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG steuer- und beitragsfrei, solange alle Sachbezüge eines Beschäftigten im Monat zusammen 50 Euro nicht übersteigen. Es ist eine Freigrenze: Wird sie überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig. Formuliere die Zusage deshalb so, dass sie auf Versicherungsschutz lautet, vereinbare monatliche Zahlweise und lass die Lohnart vor der ersten Abrechnung freigeben. Wege oberhalb der 50 Euro und ein Rechenbeispiel zeigt der Ratgeber bKV als Sachbezug.
Die steuerlichen Angaben geben Gesetz und Rechtsprechung mit Stand 21.10.2026 wieder und ersetzen keine Steuerberatung im Einzelfall.
Unterlagen und Zuständigkeiten: Wer macht was?
Lege vor dem Vertragsschluss fest, wer Meldungen macht und wer die Rechnung prüft. Gesundheitsdaten gehören nicht in diesen Ablauf: Die Leistungsabrechnung läuft direkt zwischen Versicherten und Versicherer, der Arbeitgeber meldet nur Stammdaten.
Gibt es einen Betriebsrat, hat er nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG in Fragen der betrieblichen Lohngestaltung mitzubestimmen. Binde ihn ein, bevor du den Personenkreis verkündest. Die Regelung selbst hältst du in einer Versorgungsordnung oder Betriebsvereinbarung fest; Versicherer wie Hallesche und SDK stellen dafür Muster bereit.
| Rolle | Aufgabe | Unterlagen |
|---|---|---|
| Geschäftsführung | Ziel, Budget, Tarifentscheidung, Unterschrift | Angebote, Gruppenvertrag, Versorgungsordnung |
| HR | Personenkreis, Information, An- und Abmeldungen | Meldeliste mit Stammdaten, Eintritts- und Austrittsliste |
| Lohnbuchhaltung | Sachbezug erfassen, 50-Euro-Grenze prüfen, Rechnung abgleichen | Liste aller laufenden Sachbezüge, freigegebene Lohnart |
| Steuerberatung | Zusage und Besteuerungsweg prüfen | Entwurf der Zusage, Angebot des Versicherers |
| Versicherer | Vertrag, Versicherungsscheine, Zugänge, Leistungsabrechnung | Bedingungen, Starter-Unterlagen für Beschäftigte |
| Betriebsrat, falls vorhanden | Mitbestimmung bei der Ausgestaltung | Entwurf der Betriebsvereinbarung |
Start und Kommunikation: So erfährt die Belegschaft davon.
Kündige die bKV erst an, wenn Vertrag, Beginn und Personenkreis feststehen. Eine kurze Information sollte vier Fragen beantworten: Was ist versichert, ab wann gilt es, wie reiche ich eine Rechnung ein und wen frage ich bei Problemen? Trenne organisatorische Fragen für HR von Leistungsfragen, die Beschäftigte direkt mit dem Versicherer klären.
Beschreibe das Budget als Rahmen für Erstattungen, nicht als frei verfügbares Geld. Wie du Ankündigung, Unterlagen und Ansprechpartner aufbaust, zeigt der Leitfaden Mitarbeiter über die bKV informieren.
Wie wir dich bei der Einführung begleiten.
Wir sind registrierter Versicherungsmakler. Du schickst uns Teamgröße, gewünschten Beginn und deinen Rahmen für den Monatsbeitrag; wir holen Angebote mehrerer Versicherer auf derselben Datenbasis ein und legen sie auf denselben Achsen nebeneinander: Beitrag, Budgetstufe, Mindestgröße, Beitragszusage, Angehörige und Fortführung. Die Entscheidung triffst du.
Wir versprechen keinen bestimmten Beitrag und keine Ersparnis, denn maßgeblich sind das Angebot des Versicherers und deine Steuerberatung. Den Monatsbeitrag kannst du vorab mit dem bKV-Rechner überschlagen. Wenn die Eckdaten stehen, stellst du eine Anfrage zur bKV-Einführung.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Mitarbeitern kann ich eine bKV abschließen?
Das legt der Versicherer fest. Signal Iduna bietet die bKV laut eigener Angabe ab drei Beschäftigten an, Allianz, AXA, Barmenia und HanseMerkur ab fünf, Hallesche, Continentale und das DKV-Budget ab zehn. Bei manchen Anbietern hängt die Grenze auch von der Budgetstufe ab.
Lohnt sich eine bKV für kleine Unternehmen?
Sie ist für kleine Unternehmen möglich, die Auswahl ist unter fünf Beschäftigten aber begrenzt. Entscheidend ist, dass der Beitrag dauerhaft finanzierbar ist und zusammen mit anderen Sachbezügen in die 50-Euro-Freigrenze passt. Eine Abwägung zeigt der Ratgeber Ist eine bKV sinnvoll?.
Müssen alle Mitarbeiter versichert werden?
Nicht zwingend, aber der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung setzt einen einheitlichen Umfang und eine Mindestanzahl voraus. Gruppen brauchen einen sachlichen Grund, und Teilzeit- oder befristet Beschäftigte darfst du nach § 4 TzBfG nicht ohne sachlichen Grund schlechter stellen.
Gibt es bei der bKV eine Gesundheitsprüfung?
In der arbeitgeberfinanzierten bKV in der Regel nicht, auch Wartezeiten entfallen meist. Allianz, Barmenia, Hallesche und Signal Iduna schreiben das ausdrücklich. Die R+V nennt den Verzicht auf ihrer Produktseite ausdrücklich für Unternehmen ab zehn Beschäftigten, bei Angehörigen kann je nach Tarif eine Prüfung anfallen.
Wie lange dauert es, eine bKV einzuführen?
Eine feste Dauer nennen die Versicherer nicht. Als Planungsannahme für einen Betrieb mit einem Standort sind acht bis zwölf Wochen von der Entscheidung bis zum Versicherungsbeginn realistisch. Abstimmungen mit einem Betriebsrat oder der Steuerberatung können länger dauern.
Welche Unterlagen brauche ich für den Abschluss?
Für das Angebot reichen Unternehmensdaten, Anzahl der zu versichernden Personen, Branche, Budgetwunsch und Beginn. Für die Anmeldung meldest du Stammdaten der Beschäftigten, keine Gesundheitsdaten. Dazu kommen der unterschriebene Gruppenvertrag und eine Versorgungsordnung oder Betriebsvereinbarung.
Kann ich statt der bKV einen Zuschuss zahlen?
Ja, aber das ist Barlohn und fällt nicht unter die 50-Euro-Freigrenze. Schließen Beschäftigte selbst ab und erhalten dafür Geld, liegt kein Sachbezug vor, auch wenn du den Versicherer vorgibst (BFH, Urteil vom 04.07.2018, VI R 16/17).
Können Angehörige mitversichert werden?
Bei vielen Versicherern ja, die Beiträge zahlen dann meist die Beschäftigten selbst. Die Allianz nimmt Angehörige innerhalb von 12 Monaten ohne Gesundheitsprüfung auf, bei Signal Iduna ist in einzelnen Tarifen eine Prüfung nötig, ottonova bietet die Mitversicherung noch nicht an.
Muss der Betriebsrat zustimmen?
Der Betriebsrat hat nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG in Fragen der betrieblichen Lohngestaltung mitzubestimmen. Binde ihn deshalb ein, bevor du Personenkreis und Verteilung festlegst, und halte das Ergebnis in einer Betriebsvereinbarung fest.
Quellen & Einordnung
Redaktioneller Stand: 21. Oktober 2026. Die Hinweise unterstützen deine Planung und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall. Maßgeblich für Leistungen und Aufnahme sind das individuelle Angebot und die zugehörigen Bedingungen.
- Signal Iduna: Betriebliche Krankenversicherung (Mindestgröße, Gesundheitsprüfung, Angehörige, Fortführung) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Württembergische: Pressemitteilung vom 14.06.2023 zur bKV ab drei Beschäftigten ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Allianz: Betriebliche Krankenversicherung (Mindestgröße, Angehörige, Fortführung) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Allianz: Pressemitteilung vom 19.02.2025 zu den bKV-Tarifen (ab fünf versicherten Personen, ohne Gesundheitsprüfung) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- AXA: Flyer FlexMed easy Premium 71010002 (11.25), Mindestgröße und Budgetstufen ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Barmenia: bKV-Übersicht mit FAQ (Mindestgröße, Gesundheitsprüfung, Wartezeiten) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Gothaer PartnerPortal: Die bKV-Welt der BarmeniaGothaer (Gothaer-Tarife seit 01.03.2026 für Neugeschäft geschlossen) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- HanseMerkur: Betriebliche Krankenversicherung (Mindestkollektivgröße 5 Personen) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- R+V: Betriebliche Krankenversicherung (ab 5 Beschäftigten, ohne Gesundheitsprüfung ab 10) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Hallesche: bKV-Tarife im Überblick (ab 10 Mitarbeitern) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Hallesche: FEELfree (keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Hallesche: Muster-Versorgungsordnung bKV (BGR 412, Stand 24.05.2022) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- DKV: Broschüre BonusMed Budget 50080115 (1.2026), für Unternehmen ab 10 Mitarbeitern ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Continentale: Betriebliche Krankenversicherung (ab zehn Beschäftigten) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- ottonova: CrewCare für Arbeitgeber (Angehörige noch nicht versicherbar) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- SDK Gesundwerker: Einführung Ihrer BKV (Ablauf, Gesundheitsprüfung, Neueintritte, Elternzeit, Datenschutz) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- PKV-Verband: Betriebliche Vorsorge (Unternehmen mit bKV Ende 2025) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- PKV-Verband: Pressemitteilung vom 03.02.2026 (60.000 Unternehmen, Civey-Umfrage Januar 2026) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- BFH, Urteil vom 07.06.2018, VI R 13/16 (Krankenversicherungsschutz als Sachlohn), Volltext ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- BFH, Urteil vom 04.07.2018, VI R 16/17 (Zuschuss zur Zusatzversicherung als Barlohn), Volltext ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- BMF-Schreiben vom 15.03.2022, Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug (Lohnsteuer-Handbuch 2026, Anhang 24 VII) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Einkommensteuergesetz, § 8 (Sachbezugsfreigrenze) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- GKV-Spitzenverband, DRV Bund, BA: Besprechung vom 11.11.2021, TOP 1 und 2 (Zusätzlichkeit, Sachbezug) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Teilzeit- und Befristungsgesetz, § 4 (Verbot der Diskriminierung) ↗ (abgerufen 21.10.2026)
- Betriebsverfassungsgesetz, § 87 (Mitbestimmungsrechte) ↗ (abgerufen 21.10.2026)